Ernährung

Schlangenkopffische sind weit verbreitet und in sehr unterschiedlichen Biotopen zu finden, dementsprechend ist ihre Ernährung recht unterschiedlich und von den natürlichen Gegebenheiten geprägt.

 

Man kann sie als oppurtune Fleischfresser  (Carnivore) bezeichnen, die ihre Ernährungsgewohnheiten an die Gegebenheiten anpassen. D.h. zwei Individuen der gleichen Art in zwei unterschiedlichen Lebensräumen mit unterschiedlichen natürlichen Nahrungsarten werden sich meist auch auf diese einlassen. Genauer gesagt, wird ein Channa spec. in einem Gewässer mit einer hohen Population an z.B. Zebrabärbingen vor allem diese fressen, die gleiche Art in einem Gewässer mit einer hohen Garnelendichte widerum wird vor allem Garnelen fressen.

 

Somit ist es falsch zu sagen alle Schlangenkopffische fressen Fische oder hauptsächlich Fische, sie fressen meist das was da ist. Etwas genauer betrachtet kann man anhand der Bezahnung der Fische Rückschlüsse auf die Ernährung ziehen.

 

Es gibt Arten die besonders ausgeprägte Zähne zum festhalten und zerreißen von Fischen haben (z.B. Channa micropeltis) und Arten die besonders die Zähne zum zermahlen von Krebstieren ausgeprägt haben (z. .B. Channa bleheri). Allgemein betrachtet umfasst der Speiseplan von Schlangenkopffische somit das breite Spektrum der zur Verfügung stehenden tierischen Nahrungsquellen.

 

Schlangenkopffische sind carnivore Fische.

 

Zu nennen wären:

 

  • aquatische Wirbellose (Garnelen, Krebse, Insektenlarven)
  • terrestrische Wirbellose
  • Fische
  • Amphibien und deren Larven / Laich
  • Reptilien (soweit sie erreichbar sind)
  • Kleinsäuger (nur bei großen Arten)
  • Jungvögel (z.B. Entenküken)

 

Hierbei ist natürlich zu beachten, dass manche Nahrungsarten regelmässig und manche selten bis gar nicht zur Verfügung stehen oder aufgenommen werden können.

 

Schlangenkopffische erbeuten ihre Nahrung im Wasser, an der Wasseroberfläche und über Wasser. Schlangenkopffische sind hervorragende Springer und erbeuten auch zum Beispiel Nahrung die sich auf übers Wasser ragenden Ästen befindet.

 

Ob Schlangenkopffische das Wasser verlassen um in der Ufervegetation o.ä. Nahrung zu erbeuten ist nicht eindeutig belegt.

 

Schlangenkopffische überleben auch in Gewässern, die zum Beispiel Aufgrund von Sauerstoffmangel von kaum einen anderen Tierbewohnt werden können - sollte sich in diesem Gewässer keine brauchbare Nahrung befinden, verlassen Schlangenkopffische das Gewässer über Land - dies geschieht aber nur bei sehr feuchter Witterung und im Notfall.

 

Die Darstellungen von Schlangenkopffischen, die Gewässer für Gewässer leerfressen und sogar ausserhalb des Gewässers Beute machen - am besten noch Säugetiere, gehören ziemlich eindeutig ins Land der Fantasie.

 


Ernährung im Aquarium


Schlangenkopffische neigen zur Verfettung. Besonders subtropische Arten sind hierbei besonders gefährdet.. Viele Channahabitate sind nicht besonders Nährstoffreich (z.B. stark strömende oligotrophe Gebirgsbäche), werden solche Arten mit relativ fettem Futter ernährt, sind sie schnell verfettet.


Auch die Wahl des richtige Futters spielt dabei eine Rolle - Fisch, Trockenfutter aber auch lebende Insekten können sehr fett sein (z.B. Zoophobas, Heringe und Co.)
Andere Futtersorten sind recht nährstoffarm - Regenwürmer, weiße Mückenlarven und Co. .

 

Fett führt zu unterschiedlichen Problemen - zum einen werden keine Geschlechtsorgane (Gonaden) ausgebildet, zum anderen kann es zu anderen organischen Problemen, bis hin zum Organversagen kommen.


Fütterungsempfehlung für Schlangenkopffische

  1. Jungtiere unter 2 cm
    • (ohne Nähreier) mehrfach täglich
    • (mit Nähreiern) täglich
  2. Jungtiere unter 10cm
    • alle zwei Tage
  3. Ab 10cm Körpergröße
    • 2-3x die Woche
  4. Adulte Tiere
    • 1-2x wöchentlich
  5. Überwinterung
    • Keine Fütterung bis zu 4 Monate möglich